SQL Server
SimpliMed SQL Server Anbindung
Der Einsatz eines SQL Servers in einer Netzwerkumgebung bietet enorme Vorteile. Im Gegensatz zu einer "passiven" Datenbankdatei, die lediglich auf einem PC in einem Netzwerkordner freigegeben wird, arbeitet ein "aktiv" gemanagter SQL Server die Anfragen an die Datenbankdatei bereits auf dem Server ab und entlastet somit den Client PC.
Insbesondere in einer W-LAN Umgebung gewährleistet dieses einen enormen Gewinn an Datensicherheit und eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung. Das folgende Beispiel verdeutlicht die Arbeitsweise eines SQL Servers:
In der Datenbankdatei befinden sich viele hundert Patientendaten (Adressen). Wenn nun ein bestimmter Patient gesucht und aufgerufen werden soll, ist es bei einer "passiven" Datenbankdatei erforderlich, erst alle Patientendaten vom Server auf den Client PC zu übertragen, damit dann auf dem Client PC der richtige Patient herausgesucht werden kann. Dieses ist auch in schnellen Netzwerkumgebungen immer mit deutlichen Verzögerungen (Latenzen) verbunden. Ein "aktiver" SQL Server verarbeitet diese Anfrage direkt auf dem Server und sendet dann nur noch die gewünschten Informationen über das Netzwerk zum Client PC.
Darüber hinaus bietet ein moderner SQL Server, insbesondere der Microsoft SQL Server, eine enorme Datensicherheit, Selbstwartungs- und Selbstreparaturmöglichkeiten. Die Produkte der Microsoft SQL Server Familie sind aus diesem Grund auch seit vielen Jahren die erste Wahl bei SQL Servern in Industrie und Wirtschaft. Zusammen mit den Produkten MySQL, Oracle und IBM DB2 decken diese SQL Server Datenbanksysteme ca. 90% der weltweiten Marktanteile ab. Andere Datenbanksysteme wie dBase, FireBird, FoxPro oder Borland Database Engine, gelten heute als veraltet und sollten in modernen Windows Systemen keine Verwendung mehr finden.
Die Anbindung des SimpliMed Praxismanagers an den Microsoft SQL Server kostet einmalig EUR 199,- (inkl. MwSt.) und kann direkt unter:
http://www.simplimed.de/shop/sql.php
in unserem Webshop bestellt werden. Es wird eine fertige SQL Server Datenbankdatei geliefert. Die Datenübernahme kann von uns kostenlos durchgeführt werden, wenn dieses gewünscht wird.
Wir empfehlen immer die aktuellste Version des Microsoft SQL Servers einzusetzen. Der kostenlose Microsoft SQL Server 2008 R2 Express Advanced Edition bietet alle Möglichkeiten inkl. Adminitrationstools und kann direkt bei Microsoft herunter geladen werden.
Folgende Voraussetzungen müssen für den Betrieb eines Microsoft SQL Servers eingehalten werden:
- Als Betriebssystem können Windows XP (ab SP3), Windows Vista (ab SP1), Windows 7 und Windows - Server 2008 eingesetzt werden.
- Der Arbeitsspeicher sollte mind. 4 GByte betragen
- Der Prozessor sollte mind. 2 GHz schnell sein.
Bei der Installation des SQL Servers sollten folgende Dinge festgelegt werden:
- Instanz-Name des SQL Server: Standardmäßig lautet dieser z.B. "SQLExpress". Im Rahmen der Installation sollten Sie aber aus Gründen der Datensicherheit einen anderen Namen wählen. Beachten Sie, dass hier keine Leer- und Sonderzeichen verwendet werden sollten.
- Bei der Installation sollten Sie sich für die Option "Sicherheit durch SQL Server" oder "Gemischter Modus" wählen und nicht "Sicherheit auf Betriebssystem Ebene". Dieses hat den Vorteil, dass nur diejenigen auf die Daten des SQL Servers zugreifen können, die über den Benutzernamen und das Passwort verfügen.
- Wenn Sie diese Option wählen, werden Sie auch aufgefordert, ein Passwort für das Systemadministrator Konto festzulegen. Notieren Sie sich dieses Passwort.
Nachdem die Installation des SQL Servers abgeschlossen ist, müssen Sie ggf. noch einige Konfigurationen am Server durchführen:
- Mit Hilfe des SQL Server Configuration Managers müssen Sie im Abschnitt SQL-Server Netzwerkkonfiguration das Protokoll TCP/IP so einstellen, dass es automatisch beim Starten des Servers aktiviert wird.
- Wenn Sie das TCP/IP Protokoll doppelklicken, sollten Sie überall die Portadresse 1433 eintragen, so dass diese für das TCP/IP Protokoll verwendet wird.
- Die Firewall des Servers sollte ebenfalls konfiguriert werden, so dass eingehende und ausgehende Verbindungen zum SQL Server über das Netzwerk möglich sind. Konfigurieren Sie hier Freigaben für ein- und ausgehend Regeln. Erlauben Sie Kommunikation auf dem Ports 1433 TCP und 1434 UDP. Manchmal ist es darüber hinaus erforderlich, die SQLSVR.exe als Programm Ausnahme in die Firewall einzutragen.
Zum SimpliMed Praxismanager wird eine Datenbankdatei für den SQL Server mitgeliefert. Dabei handelt es sich um eine Datensicherung. Diese hat i.d.R. die Endung *.bak und kann sehr leicht mit Hilfe des Enterprise Manager bzw. die SQL Server Management Studio Express an den installierten SQL Server angehängt beziehungsweise zurück gesichert werden:
- Starten Sie den Enterprise Manager bzw. die SQL Server Management Studio Express.
- Achten Sie darauf, dass noch keine Datenbank mit der Bezeichnung SimpliMed existiert. Anosnten müssen Sie später im Optionsdialog des SimpliMed Praxismanagers den Namen der Datenbank ändern.
- Legen Sie eine neue Datenbank mit der Bezeichnung SimpliMed an und führen die Funktion Wiederherstellen aus. Wählen hierzu die *.bak Datei, um die SimpliMed Datenbank vollständig an den SQL Server anzuhängen bzw. wiederherzustellen.
- Es ist übrigens nicht notwendig, Benutzer im SQL Server anzulegen. Es können auch alle Client über das Konto "sa" mit dem dazugehörigen Kennwort auf den SQL Server zugreifen. Möchten Sie dennoch einen oder mehrere Benutzer anlegen, so sollten Sie auf folgende Dinge achten: Achten Sie darauf, dass diese oder dieser Benutzer alle notwendigen Rechte und Rollen für die SimpliMed Datenbank erhält. Auch wenn mehrere Anwender von unterschiedlichen PCs auf den SQL Server zugreifen, so reicht es aus, nur einen Standradbenutzer anzulegen. Achten Sie darauf, dass ein korrektes Passwort für diesen Benutzer vergeben wird.
Gehen Sie bitte folgendermaßen vor, um den SimpliMed Praxismanager für SQL Server zu konfigurieren. Testen Sie zunächst unabhängig vom SimpliMed Praxismanager, ob der SQL Server von andren PCs bzw. Clients erreichbar ist. Legen Sie dazu auf dem Desktop eines Client eine Datei mit der Endung *.udl an, zum Beispiel Test.udl. Doppelklicken Sie diese Datei nun und stellen alle notwendigen Optionen ein, um auf den SQL Server zugreifen zu können. Als Provider sollten Sie selbstverständlich Microsoft OLE DB for SQL Server wählen. Sind alle Einstellungen in Ordnung und kann eine Verbindung zum SQL Server hergestellt werden, so können diese Einstellungen auch für den SimpliMed Praxismanagerübernommen werden.
- Starten Sie den SimpliMed Praxismanager
- Klicken Sie bitte einmal mit der linken Maustaste auf Einstellungen
- Erweitern Sie den Abschnitt Anwenderdaten
- Tragen Sie unter Benutzername den Benutzer ein, den Sie im SQL Server die Rechte für die SimpliMed Datenbank zugeteilt haben. Achten Sie auf korrekre Groß- und Kleinschreibung.
- Tragen Sie unter Benutzerpasswort den das korrekte Passwort ein, welches diesem Benutzer gegeben wurde. Achten Sie auch hier auf korrekte Groß- und Kleinschreibung.
- Erweitern Sie nun den Abschnitt Datenbanksetup
- Stellen Sie bei SQL-Server Name den Namen der SQL Server Instanz ein. Diese setzt sich in der regel aus der Netzwerkkennung des Server PCs und den Namen der SQL Server Instanz zusammen. BEISPIEL: Wenn der PC, auf dem der SQL Server installiert ist die Netzwerkkennung SERVER01 und die SQL Server Instanz den Namen MOND hat, müssen Sie hier SERVER01\MOND eintragen.
- Tragen Sie bei SQL-Server Datenbank den Namen der Datenbank ein, den die SimpiMed Datenbank in Ihrem SQL Server besitzt. Dieses ist in der Regel der Name SimpliMed, kann aber auch abweichend sein.
- Wählen Sie bei SQL-Server Verbindung den Eintrag Benutzerrecht.
- Wählen Sie bei Datenbanktyp den Eintrag SQL Server OLEDB aus und klicken auf Speichern.
Beim nächsten Start des SimpliMed Praxismanager sollten nun die Daten der SQL Server Datenbankdateiangezeigt werden. Sie können immer oben in der Titelleiste des SimpliMed Praxismanagers die Daten des SQL Servers ablesen.




